Sabine Liebig
Fachärztin für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Taimerhofstrasse 12
81927 München
Tel.: 089 959793 0
Fax: 089 959793 29
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Frauenarzt-Praxis Sabine Liebig

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Früherkennung

In jedem Lebensabschnitt können bestimmte Veränderungen, Beschwerden oder Erkrankungen auftreten. Früherkennungsuntersuchungen dienen der frühzeitigen Entdeckung einer Krankheit. Bei vielen Erkrankungen zeigt sich, dass die Behandlungsmöglichkeiten in einem frühen Stadium sehr viel besser sind. Es ist wichtig, dass Sie die zumeist kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig in Anspruch nehmen, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Nutzen Sie diese Möglichkeiten und informieren Sie sich vorab über unsere einzelnen Früherkennungsmaßnahmen. Fälschlicherweise wird in diesem Rahmen häufig der Begriff "Vorsorge" verwendet. Immer mehr wird dazu übergegangen, von Früherkennungsuntersuchungen zu sprechen. Viele Krankheiten kann man nicht dadurch verhindern, dass man ausreichende "Vorsorge" betreibt. Man kann aber alles dafür tun, die Krankheit so frühzeitig wie möglich zu erkennen, um bestmögliche Behandlungschancen zu haben. Diese Begrifflichkeit möchten wir fördern.

Gynäkologische Krebsfrüherkennung
Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs gehören zu den häufigsten Krebserkankungen der Frauen. Diese beiden Organe sind sehr gut zu untersuchen, mögliche Veränderungen können ggf. sofort erkannt werden.
Zusätzlich zur Früherkennung bieten wir Ihnen die Impfung gegen den HPV-Virus an, die einen wirksamen Schutz gegen die Viruserkrankung und damit gegen Gebärmutterhalskrebs bietet. Über die Impfung informieren Sie sich bitte hier.

Wer sollte zur Früherkennung gehen?
  Frauen ab 20

Wir empfehlen eine halbjährliche Untersuchung, um Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs zu erkennen.

  Frauen ab 30

Zusätzlich empfehlen wir eine jährliche Untersuchung der Brust.

  Frauen ab 40

Zusätzlich empfehlen wir mammografische Untersuchungen - auch ohne Anzeichen - alle zwei Jahre.

  Frauen ab 50

Wir empfehlen die Untersuchungsabstände zu verkürzen, wenn dies nach ärztlichem Urteil erforderlich ist.

Was wird untersucht?
Die gynäkologische Früherkennungsuntersuchung besteht aus mehreren Einzeluntersuchungen:

Anamnese


Tastuntersuchung der Brust

Brust-Ultraschall (Mammasonographie)

Untersuchungen auf dem gynäkologischen Stuhl:
 

Kolposkopie

 

Abstrich

 

Tastuntersuchungen

 

Gynäkologischer Ultraschall

Darmkrebs-Früherkennung

Anamnese

 

Zahl der bisherigen Schwangerschaften einschließlich Fehlgeburten?

 

Wann war die letzte Periode?

 

Gibt es Auffälligkeiten wie Zwischenblutungen, Dauer- oder Schmierblutungen ?

 

Welche Verhütungsmittel werden angewendet?

 

Werden sonstige Hormone eingenommen?

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Tastuntersuchung der Brust
Wie auch bei der wichtigen Selbstuntersuchung tastet der Arzt das Drüsengewebe der Brust ab, um eventuelle Verhärtungen und andere knotige Veränderungen im Gewebe aufzuspüren. Ebenso werden die Achselhöhlen untersucht, um festzustellen, ob Lymphknoten angeschwollen sind.

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Kolposkopie
Die Kolposkopie ermöglicht die Betrachtung des äußeren Muttermundes und der Scheidenwände in 10- bis 40-facher Vergrößerung mittels einer binokularen Lupe, also einem Vergrößerungsglas. Sie dient einer noch genaueren Untersuchung zum Aufspüren kleinster Veränderungen auf der Schleimhaut, die mit dem bloßen Auge nicht zu sehen sind. Die Kolposkopie wird nach Bedarf in die gynäkologische Früherkennungsuntersuchung mit einbezogen.

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Abstrich
Der zytologische Abstrich dient im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung der Früherfassung von Gebärmutterhalskrebs. Der Arzt entnimmt mit dünnen Watteträgern zwei Abstriche: einen vom äußeren Gebärmuttermund und einen vom Gebärmutterhals. Diese Abstriche werden im Labor auf Zellveränderungen bzw. Krebsvorstufen untersucht. Der Abstrich, kurz PAP-Test, wird nach seinem Erfinder, dem griechischen Arzt Papanicolaou benannt. Die Ergebnisse des Zellabstriches werden in verschiedene Gruppen von PAP I bis PAP V eingeteilt.
PAP-Gruppe
Zellbild
Bewertung und empfohlene Maßnahme
PAP I

Normales Zellbild.

Befund negativ, es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

PAP II

Normales Zellbild mit leichten entzündlichen und degenerativen Veränderungen.

Befund negativ, es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

PAP III

Unklares Zellbild, liegt vor bei schweren entzündlichen oder degenerativen Veränderungen bzw. bei schwer regressiv veränderten Zellen, die möglicherweise von einem Karzinom stammen.

Befund suspekt, Abstrichkontrolle nach drei Monaten.

PAP III D

Leichte bis mittelschwere Zellveränderungen.

Abstrichkontrolle nach drei Monaten, bei dauerhaftem Befund über ein Jahr weitere therapeutische Maßnahmen.

PAP IV a

Schwere Zellveränderungen, Carcinoma in situ (Vorstufe des Karzinoms).

Befund positiv, es folgt zunächst eine histologische Untersuchung (Biopsie) und die therapeutische Konisation (Gewebsentnahme am Muttermund) oder Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter).

PAP IV b

Carcinoma in situ, Verdacht auf invasives Wachstum.

Befund positiv, diagnostische Konisation und Abrasio (Ausschabung der Gebärmutter).

PAP V

Zellen eines bösartigen Gebärmutterhalskrebses.

Befund positiv, sofortige histologische Untersuchung, bei eindeutigem Befund entsprechende operative Eingriffe sowie nuklearmedizinische bzw. chemotherapeutische Maßnahmen.

keine

Technisch unbrauchbares Präparat.

Wiederholung des Abstrichs nach 14 Tagen.

ThinPrep® Pap Test™
Weltweite klinische Studien haben erwiesen, dass der ThinPrep® Pap Test™ für die Diagnose von Krebsvorstadien präziser ist als der konventionelle Abstrich. Beim ThinPrep® Pap Test™ werden nahezu 100% der entnommenen Gebärmutterhalszellen zur Diagnose verwendet. Zellen, die man normalerweise mit dem Abstrichstäbchen wegwirft, werden in eine konservierende Flüssigkeit übertragen und stehen sogar für spätere Zusatzuntersuchungen zur Verfügung. Außerdem wird durch einen automatisierten Prozeß eine repräsentativere, dünne Zellschicht auf den Objektträger gebracht. Dies ermöglicht dem Labor eine zuverlässigere Diagnose.

HPV-Test
Bei der Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) handelt es sich um eine Virusinfektion. Viele Menschen sind Träger dieses Virus, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Es gibt etwa 100 bekannte Typen des humanen Papillomavirus, von denen 13 als Hochrisikotypen gelten und nachweislich einen ursächlichen Zusammenhang mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs haben. In aller Regel bekämpft das körpereigene Immunsystem das Virus erfolgreich. Bei einigen Frauen allerdings wird das Virus nicht durch die eigene Immunabwehr beseitigt. Eine fortbestehende Infektion mit dem humanen Papillomavirus kann dann zu Zellveränderungen führen, die, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, zu Gebärmutterhalskrebs entarten können. Der HPV-Test kann ein Vorliegen von Virushochrisikotypen erkennen, noch bevor Veränderungen der Zellen des Gebärmutterhalses sichtbar werden.
Wichtig: Der Nachweis von Viren, also ein positiver HPV-Test, bedeutet nicht, dass Sie an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind oder gar bereits ein Tumor vorliegt. Er deutet lediglich auf mögliche Risiken für Ihre Gesundheit hin und gibt Ihrer Ärztin die Möglichkeit, Sie engmaschiger zu überwachen.

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Tastuntersuchungen
Der Arzt tastet nun von der Scheide und vom Bauch aus die Gebärmutter, die Eierstöcke und die Eileiter ab, um mögliche anatomische Veränderungen zu entdecken. Ab dem 50. Lebensjahr erfolgt ausserdem eine rektale Untersuchung.

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Gynäkologischer Ultraschall
Durch diese Ultraschalluntersuchung lassen sich sehr frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken (zum Beispiel Zysten oder Tumorbildungen) oder an der Gebärmutter (zum Beispiel Myome oder schwerwiegende Veränderungen der Schleimhaut) erkennen. Der Früherkennungsabstrich erfasst lediglich den Gebärmutterhals. Eine vorsorglich durchgeführte Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke als Früherkennungsmaßnahme ist von der Kassenleistung ausgeschlossen. Bitte entscheiden Sie selbst, ob Ihnen die Untersuchung für Ihre Gesundheit wichtig und notwendig erscheint.

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Brust-Ultraschall (Mammasonographie)
Durch diese Ultraschalluntersuchung können kleinste, noch nicht tastbare Knoten, Zysten oder Mikrokalk festgestellt werden. Neben einer eventuell erfolgten Röntgenuntersuchung stellt die Ultraschalluntersuchung der Brust eine sinnvolle Ergänzung der Früherkennung dar. Jährlich erkranken in unserem Land ca. 40.000 Frauen an Brustkrebs, im Laufe ihres Lebens also jede 8. bis 10. Frau. Auch wenn es sogenannte Risikofaktoren gibt, müssen wir davon ausgehen, dass es jede Frau, auch solche ohne besondere Risiken, treffen kann. Für die Früherkennung des Brustkrebses - der häufigsten Krebserkrankung der Frau - ist neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Wir empfehlen Ihnen folgende vorbeugende Untersuchungen:

  1:

Tastuntersuchung der Brust durch den Gynäkologen alle 6 Monate

  2:

Mamma-Care: Kurs zum Erlernen der Selbstuntersuchung der Brust

  3:

Selbstuntersuchung der Brust durch Sie selbst 1x im Monat

  4:

Mammographie in regelmäßigen Abständen, je nach Ausgangsbefund

  5:

Ultraschalluntersuchungen der Brust als Ergänzung zur Mammographie

Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung, wie sie von der Krankenkasse bezahlt wird, beinhaltet zwar die Tastuntersuchung des inneren Genitals, die der Brustdrüsen jedoch erst ab dem 30. Lebensjahr. Um ihre persönliche Vorsorge optimal zu gestalten, sollte spätestens ab dem 40. Lebensjahr nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Senologie neben der Tastuntersuchung noch die Ultraschalldiagnostik hinzugezogen werden.

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Darmkrebs-Früherkennung
Darmkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken über 50.000 Personen neu - meistens im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Risikofaktoren für Darmkrebs-Erkrankungen sind unter anderem:

 

erbliche Veranlagung (in der Familie sind bereits Darmkrebs-Erkrankungen aufgetreten)

 

ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung

 

Genußmittel-Mißbrauch (z.B.: Nikotin, Alkohol)

 

bereits bestehende schwere und langwierige Entzündung der Dickdarmschleimhaut

 

andere bestehende Krebs-Erkranungen (z.B.: Brust- oder Eierstock-Krebs).

Darmkrebs-Erkrankungen werden häufig durch nicht sichtbare (okkulte) Blutbeimengungen im Stuhl angezeigt. Beachten Sie jedoch, dass Blut im Stuhl nicht in jedem Fall von einem Tumor stammen muss. Auch gutartige Dickdarmpolypen, Hämorrhoiden oder harmlose Verletzungen der Afterschleimhaut sind mögliche Blutungsquellen.
Zur Feststellung von Blut gibt es inzwischen zwei alternative Testverfahren:

 

Der herkömmliche Stuhltest (Guajak-Test):
Der Guajak-Test besitzt nur eine geringe Entdeckungsrate von 26 - 40%. Da er nicht nur auf menschliches, sondern auch auf tierisches Blut und bestimmte Nahrungsmittel anspricht, kann der Test bei fehlender Diät falsch positive Ergebnisse liefern.

 

Der neu entwickelte immunologische Stuhltest (ELISA-Stuhltest):
Der immunologische Stuhltest zeigt nur menschliches Blut an. Dieser Test weist gegenüber dem herkömmlichen Test folgende Vorteile auf:

 
-

er ist empfindlicher, die Entdeckungsrate liegt bei 86 - 90%. Dadurch ist eine verbesserte Früherkennung von Darmkrebs und Polypen möglich.

-

er ist genauer, da er nur menschliches Blut erkennt und damit zu einer Reduzierung falsch positiver Befunde führt.

-

er ist patientenfreundlicher, da eine vorherige Diät (zur Vermeidung falsch positiver Befunde) wie beim herkömmlichen Stuhltest nicht mehr erforderlich ist.

   

Dieser neu entwickelte hochwertige Stuhltest ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Allerdings können wir Ihnen diesen Test als Selbstzahlerleistung anbieten.

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Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

 

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